Institutkom

EPL-25

25 Jahre EPL
Gesprächstraining für junge Paare


Programmautoren

Dr. Franz Thurmaier, Dr. Joachim Engl

(Institut für Forschung und Ausbildung in Kommunikationstherapie e.V., München)

in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kurt Hahlweg (Psychologisches Institut, TU Braunschweig)

Programminfo

Das Partnerschaftliche Lernprogramm (EPL) ist ein langjährig bewährtes Paarkommunikationstraining für Paare, die heiraten möchten.

Weitere Infos siehe unter EPL-Kommunikationstraining.

Projektziele und Fragestellung

Vor dem Hintergrund hoher Scheidungsraten, einer insgesamt mit zunehmender Partnerschaftsdauer sinkenden Beziehungszufriedenheit und den zahlreichen damit einhergehenden negativen Folgen für die Betroffenen und ihre Familien sollte die Prävention von Partnerschaftsstörungen eine immer größere Bedeutung für den Public-Health- Bereich gewinnen.

In dieser Studie sollte zum einen die 25-Jahres-Wirksamkeit des EPL-I-Trainings (Ein Partnerschaftliches Lernprogramm für heiratswillige Paare) zur Verhinderung von Scheidung untersucht werden. Zum anderen sollten die Auswirkungen des Trainings auf die langfristige Partnerschaftszufriedenheit und die nachhaltige Nutzung der EPL-Kommunikationsregeln der Partner bestimmt werden.

Projektdesign und Verlauf

Im Jahr 1988 wurden N = 96 Paare für die quasi-experimentelle Studie rekrutiert. n = 64 Paare entschieden sich für eine Teilnahme am EPL-I, n = 32 Paare wurden der Kontrollgruppe (KG) zugeteilt.
Die Paare wurden vor und nach dem Training und 1,5, 3, 5 und 25 Jahre später erneut untersucht.

Ergebnisse

Nach 5 und 25 Jahren hatten die EPL-I-Paare eine signifikant niedrigere Scheidungsrate (4%/5%) als die Paare der Vergleichsgruppe (24%/26%). Nach 25 Jahren gaben ca. 60% der Partner an, die im EPLTraining vermittelten Sprecher- und Zuhörer-Kommunikationsregeln noch oft bzw. sehr oft im Alltag zu benutzen.

Über 98% würden das EPL weiterempfehlen. Insgesamt waren von den noch zusammenlebenden Paaren 83% (EPL) und 72% (KG) der Partner mit ihrer Beziehung zufrieden.
Für die Partnerschaftszufriedenheit (Locke-Wallace MAT) über den 25-Jahresverlauf zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen EPL- und KG-Partnern.

Schlussfolgerungen

Diese Studie zeigt auch international zum ersten Mal, dass kurze, auf aktivem Training beruhende kognitiv-verhaltenstherapeutische Präventionsprogramme sehr langfristige, nachhaltige Wirkungen in Bezug auf die Partnerschaftsstabilität erzielen können.

Deshalb sollten solche Interventionen fester Bestandteil von Public-Health-Strategien sein.

Förderer

Erzdiözese München und Freising
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit
Deutsche Bischofskonferenz
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen

Siehe Projektliteratur.

Die ausführlichen Ergebnisse dieser Studie finden Sie unter 25-Jahres-Follow-up-Studie.

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